Investieren – aber richtig

Investieren - aber richtig

Investieren soll man, so sagt das jeder in der Finanzwelt. Doch wie um alles in der Welt und in was? Eine gute Möglichkeit und wohl die einfachste ist, in Dividendenaktien zu investieren. Siehe dazu:

https://www.lynxbroker.de/artikel/die-15-besten-dividenden-aktien-deutschlands/

Genial einfach und es werden Dividenden (wie Zinsen) meist einmal jährlich ausgeschüttet. Oft gibt es sogar Jahr für Jahr höhere Ausschüttungen. Mehr ist nicht zu tun. Eine klitzekleine Anmerkung dazu: Das Geld muss natürlich vorher angespart werden, aber schon ab 3000 Euro lohnt sich die Anlage in Einzelaktien (Dividendenaktien). Diese Anlageform ist sicher, wenn man es schafft, die Finger von spekulativeren Aktien zu lassen.

Easy oder etwa nicht! Aber warum macht das dann keiner und wofür braucht man das ganze Geld denn?

Für was wird Geld ausgegeben?

Für Wohnen, ein ganz schön hoher Batzen jeden Monat. Im Durchschnitt geben die Deutschen 877 Euro fürs Wohnen aus (Statistisches Bundesamt, 2016). Für Konsum dann nochmal im Schnitt 2480 Euro. Beachtlich. Auch interessant, fürs Essen wird nur 13,8 % ausgegeben, im Durchschnitt natürlich. Dies entspricht etwa 342 Euro und ist nicht repräsentativ. Bei Konsumgütern wie Fernseher, Handy, Küchengeräte etc. sparen wir gerne und versuchen, diese Güter so günstig wie möglich einzukaufen. Leider geht das oft in die Hose. Denn diese günstigen Produkte sind oft schnell kaputt oder bringen uns mit ihrer Mängelliste an den Rande der Verzweiflung.  Ein neues, qualitativ hochwertigeres Produkt muss dann her, das auch mehr kostet. 

Der Spruch „Wer billig kauft, kauft zweimal“ ist nicht umsonst so beliebt. Wir kaufen auch gerne Produkte, die wir gar nicht brauchen, zumindest theoretisch. Es gibt das Neuromarketing, das genau darauf abzielt. Gerade Kleidungsstücke werden zu 50 % aus einem Impuls heraus gekauft. Wer kennt sie nicht, diese Kleiderschränke, die aus allen Nähten platzen. Aber wirklich anziehen – nur ganz wenige Kleidungsstücke, die Lieblingsstücke halt. David Richard Precht sagt dazu: „Sie kaufen Dinge, die sie nicht brauchen, um damit Leute zu beeindrucken, die sie nicht mögen, mit Geld, das sie nicht haben“. Es ist so bequem geworden, einzukaufen, vor allem Schuhe und Klamotten. Mit einem Klick kann ist es bestellen und wenn es mir nicht gefällt, schicke ich es zurück. Es kostet ja nichts. Aber die Retoure dann auch wirklich zu machen, das fällt doch manchmal schwer, das ist wirklich unbequem. Bequemer ist es, das Teil zu behalten, vielleicht ist es doch mal nützlich. 

Finanztipp Nr. 1:

Smarte Verteilung des monatlichen Einkommens auf verschiedene Konten oder Unterkonten: Ein Konto/Unterkonto für Reparaturen, Ersatzinvestitionen, dieses Konto könnte Rückstellungen heißen oder ganz altmodisch „Notgroschen“. Das gibt Dir Flexibilität, wenn die Waschmaschine unverhofft den Geist aufgibt, eine Neue kaufen zu können, ohne einen Konsumentenkredit aufnehmen zu müssen. Ein weiteres Unterkonto könnte z.B. Altersvorsorge sein.

Am Anfang steht natürlich die Frage, wieviel jeden Monat zurückgelegt werden kann. Ein guter Überblick über die fixen Kosten muss erstellt werden und auch Geld für Extras, Spontankäufe und ein bißchen Luxus eingeplant werden. Steht fest, welcher Betrag jeden Monat „sozusagen übrig“ ist, sollte eine Sparplan aufgestellt werden. Ein großes Sparziel sollte dabei immer in kleine Häppchen zerlegt werden, um die Motivation nicht zu verlieren. Auch müssen die Sparziele realistisch sein, um nicht gleich wieder aufgegeben zu werden. 

Wenn das Unterkonto Sparen einen gewissen Betrag aufweist z.B. 3000 Euro, kann dann eine Investition in eine Dividendenaktie gestartet werden.

Die beste Investition überhaupt, gibt es die?

Ja, die gibt es. Es gibt keine bessere und sinnvollere Investition als die Investition in Dich selbst. In Deine eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten, da solltest Du hinein investieren. Denn was Du kannst und bist, das kann Dir keiner, aber auch gar keiner, mehr wegnehmen. Geld ist vergänglich, kann gestohlen werden, ist nicht vor Inflation geschützt, Häuser können zerstört werden und elektronisches Geld gelöscht werden. Das was Du weisst und kannst, wird für immer Dir gehören, Dein ganzes Leben lang. 

Natürlich ist es schön in Aktien, Immobilien und in Gold investiert zu sein. Alles richtig und gut. Aber das Wichtigste ist in sich selbst zu investieren. Das wird aber oft vergessen. Doch wie genau geht das?

Erhöhe Dein Bildungsniveau

  • Halte Deinen Geist fit! 
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Es ist spannend und bringt Dich weiter. Und Du lernst neue Leute kennen. Kennst Du das Problem, das jeder etwas sein will, aber keiner will etwas werden? Stichwort: Digitalisierung. Das Leben unserer Kinder wird nicht mehr so sein wie unseres. Auf die Digitalisierung kann und soll man sich vorbereiten, gerade auch die Älteren unter uns sind jetzt dran. Keine Angst, man kann immer etwas Neues lernen, auch in höherem Alter.

Sparen – warum auch nicht!

Gerade die Deutschen sparen viel. Sie legen ihr Geld auf das Sparkonto, vermeintlich ist das sehr sicher. 70 % (Union Investment, 2018) legen ihr Geld nicht renditegünstig an. Das Sparbuch bringt Minizinsen und ist generell als totes Kapital anzusehen. 50 % der Deutschen macht der Job keinen Spaß und sie würden lieber etwas anderes machen (Manpower Group, 2018). Die Tendenz ist steigend, das ist nicht nur erschreckend sondern auch sehr deprimierend. 

In jeder Lebenssituation sollte man in sich selbst investieren, es bringt mehr Wohlbefinden, mehr Spaß und mehr Sinn im Leben. Langfristig zahlt es sich aus in Form von einem höheren Gehalt bzw. der Möglichkeit dazu. Aber warum investieren wir um alles in der Welt nicht in uns selbst?

Uns fehlt zunächst einmal die Orientierung. Hier sind Fragen wie: „Was kann ich gut?“ „Was macht mir Spaß“ „Was könnte ich den ganzen Tag tun, ohne müde zu werden?“ Essentielle Fragen, die sich kaum einer stellt. Nachdem das ein wenig herauskristallisiert wurde, ist die nächste Frage, welche Fähigkeiten oder Fertigkeiten muss ich erwerben, um gut darin zu werden. Viele Veränderungsprozesse werden nicht angepackt aus Angst. Angst vor Versagen, Angst vor finanziellen Engpässen, Existenzängsten. Es gehört eine gehörige Portion Mut dazu, diese zu überwinden und sich klarzumachen, dass es immer einen Weg gibt und Aufgeben keine Option ist.

Richtig investieren – der Anfang

Mit kleinen Beträgen (schon ab 25 Euro) kann investiert werden. Unglaublich, aber wahr. Somit ist der Mythos, zum Investieren braucht man sehr viel Geld, schon widerlegt. Einfach nur 25 Euro jeden Monat beiseite legen, klingt banal, aber das Tun entscheidet. Und vielleicht fängst Du dann an, ab einem bestimmten Zeitpunkt zu sagen, und jetzt lege ich 50 Euro monatlich an. Der entscheidende Punkt ist hier, ins Tun zu kommen und vom Überlegen und Abwägen und noch den vielen anderen alltäglichen Ablenkungen, endlich „es zu machen“. Wenn dieser kleine Schritt getan ist, Dauerauftrag ist eingerichtet für 25 Euro, dann kommt der Rest von allein. Das glaubst Du nicht? Probier es aus! Ich wette mit Dir für diese 25 Euro, dass Du dabei bleibst, sobald Du es automatisiert hast, also den Dauerauftrag eingerichtet hast. Wenn das Geld am Anfang des Monats weg ist, dann verschwendest Du nicht einen einzigen Gedanken mehr daran, es ist ja nicht mehr da. Schon noch da, aber aus den Augen aus dem Sinn. Mach es! Du wirst es auf Deinem Konto sehen! Die Zeit vergeht schnell!

ETF-Sparpläne – das macht doch jetzt jeder

Das Einrichten eines ETF-Sparplanes ist schon ab 25 Euro möglich. Aber was sind ETFs eigentlich? ETF bedeutet „Exchange-traded-Fund“, ein Aktienfonds also, in den viele Anleger gemeinsam investieren in Wertpapiere, sprich Aktien. Im Unterschied zu klassischen Fonds, die von einem oder mehreren Fondsmanagern verwaltet werden, aktiv also, ist dies bei ETFs nicht der Fall. ETFs werden passiv verwaltet, das bedeutet, die Verwaltung hängt nicht von einer einzelnen oder mehreren Einzelpersonen ab. Deshalb fallen auch so gut wie keine Gebühren dafür an. Häufig werden mit ETFs Aktienindexes abgebildet. Schwerpunkte oder Regionen können individuell ausgesucht werden. Um erste Erfahrungen an der Börse zu sammeln und vor allen Dingen auch mit kleinen Beträgen starten zu können, sind ETF-Sparpläne sicher sinnvoll. Wenn Du schon Erfahrung hast, würde ich immer zu Einzelaktien wechseln.

Peer-to-Peer- Kredite (P2P)

Privatkredite, die von einer Privatperson stammen und an eine andere Person verliehen werden, um dann mit Zinsen zurückgezahlt zu werden, das sind P2P-Kredite. Dazu gibt es bestimmt Plattformen, die den Rahmen dazu abbilden. Somit kannst Du als Bank in Erscheinung treten und ein Teil des Kreditwunsches bedienen. Auch hier wieder ist die Beteiligung an einem Kreditwunsch schon ab 25 Euro möglich. Das Risiko ist aber gegeben, dass Kredite „ausfallen“, also nicht zurückgezahlt werden können.

Versicherungen – welche braucht man?

Weißt Du überhaupt, wie viele und welche Versicherungen Du aktuell abgeschlossen hast? Wenn nicht, keine Sorge, die meisten Menschen wissen das nicht. Warum? Einmal abgeschlossen, laufen diese Dinge einfach so vor sich hin. Kaum jemand macht sich die Mühe, auch hier mal wieder aufzuräumen. 

Welche Versicherungen braucht man überhaupt? Eine Haftpflichtversicherung sollte jeder haben und wenn man Kinder hat, eine Risikolebensversicherung. Vieles wird zwangsversichert, so z.B. die gesetzliche Krankenversicherung für Arbeitnehmer oder die Kfz-Versicherung für Fahrzeuge. Für Eigentümer einer Immobilie ist eine Gebäudeversicherung sinnvoll. Wenn der Hausrat einen sehr hohen Wert hat, kann auch dies abgesichert werden. 

So das war es. Der Rest an Versicherungswust, meist unnötig oder sehr speziell. Nehmen wir mal die Reisegepäckversicherung als Beispiel. Diese Schäden oder Gefahren werden meistens schon über die Hausratversicherung oder über den Reiseveranstalter abgedeckt. Oder die Sterbegeldversicherung, es ist meistens rentabler, direkt für die Beerdigungskosten zu sparen.

Mehr Geld zum Investieren

Eine Haftpflichtversicherung sollte jeder haben, vergleiche in den Portalen die Kosten dafür. Diese können sehr unterschiedlich sein. Auch eine Krankenversicherung sollte jeder haben. Darüber hinaus überlege ernsthaft, ob zu viele Versicherungen sinnvoll sind. Willst Du wirklich so viel Geld dafür aufwenden? Das eingesparte Geld ist perfekt zum Investieren und das Sparen tut wenig weh.

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