Stinkt Geld wirklich?

Viele denken ja das Geld stinken würde. Stimmt das denn, stinkt Geld wirklich. Und woher kommt denn dieser Glaubenssatz über Geld? 

Kaiser Vespian (im alten Rom) erhob tatsächlich eine Steuer auf die Notdurft der Menschen. Diese Steuer hieß Latrinensteuer. Es begab sich zu der Zeit zwischen 69 und 79 nach Christi Geburt, als es zu dieser Steuer kam. Der Sohn des Kaisers war überhaupt nicht mit dieser Steuer einverstanden. Daraufhin hielt der Vater seinem Sohn eine Münze aus dieser eingenommenen Steuer unter die Nase und fragte, ob er etwas riechen würde. Nein? Also stinkt Geld nicht. Für die Lateiner unter uns hier noch einmal die Aussage von Kaiser Vespian: „Pecunia non olet“.

Siehe dazu auch: https://www.geo.de/geolino/redewendungen/8765-rtkl-redewendung-geld-stinkt-nicht

Nicht überzeugt dass Geld nicht doch stinkt?

Irgendwas in uns flüstert immerzu: „Und Geld stinkt doch“. Warum nur lässt sich das nicht ausmerzen. Es ist doch ganz einfach. An den Finanzmärkten werden gigantische Vermögenswerte gehandelt, Managergehälter gehen in die Millionen und Finanzbetrüger werden immer dreister. Somit stinkt Geld vielleicht manchmal eben doch.

Aber du gehörst doch sicher nicht zu den Finanzhaien und bist sicherlich auch kein Finanzbetrüger. Geld ist doch sehr nützlich: Und eigentlich nur ein Hilfsmittel. Es senkt die Transaktionskosten, ist ein Mittel für den Tausch und ein hervorragendes Wertaufbewahrungsmittel.

Ethik hin oder her!

Im Glaubenssatz „Geld stinkt“ ist die Ethik schon enthalten. Schmutziges Geld ist jenes Geld, das aus Quellen stammt, das höchst fragwürdig, gefährlich und kriminell ist. Hier ist z.B. Drogengeld, das zuerst „gewaschen“ werden muss, ein gutes Beispiel. Aus schmutzigem Geld wird sauberes Geld. Deutschland ist übrigens ein Paradies für Geldwäscher. Komisch aber wahr. Selbst teure Luxuskarossen und teure Uhren können meist problemlos bar bezahlt werden. Kriminelle Banden wissen das geschickt auszunutzen. Den Behörden fehlt es an genügend Personal, um gemeldete Fälle nachzuvollziehen.

Mit schmutzigem Geld werden Waffen gekauft und somit Kriege angeheizt. Das menschliche Leid ist dabei unermeßlich, das dadurch ausgelöst wird. Du siehst, Geld kann auch stinken! Zum Himmel stinken!

Mißtrauen gegenüber Geld

Aber es könnte auch sein, dass wir ganz persönlich davon ausgehen, dass Menschen, die sehr viel Geld besitzen, dieses Geld nicht aus ethisch guten und einwandfreien Gründen erworben haben. Wir nehmen das nun einmal an. 

Wenn wir dies im Innersten als wahr erachten, dann haben wir sofort eine innere Bremse in uns eingebaut. Wir wollen jetzt gar kein Geld mehr haben. Wir wollen ja schließlich nicht unethisch handeln. Wir wollen alle, ausnahmslos, gut und edel sein. Das ist genetisch in uns verankert. Dass wir es nicht sind, hängt von vielen Faktoren ab, es hängt aber auch von unseren Glaubenssätzen ab.

Geld muss nicht stinken!

Wenn wir recherchieren, dann werden wir viele Menschen finden, die sich ihr Vermögen hart erarbeitet haben. Die jeden Tag dafür härter als alle anderen arbeiteten und es sich verdient haben. Viele davon spenden sehr viel Geld an wohltätige Organisationen, Stiftungen und unterstützen benachteiligte Gruppen.

Ist dieses Geld nicht ein Segen? Ist dieses Geld in den Händen dieser verantwortungsbewussten Personen richtig? 

Zwei Seiten einer Medaille

Da es nun offensichtlich beide Seiten gibt, fragt man sich doch, woher kommt es bloß, dass wir überwiegend Geld als stinkend empfinden? Werden wir dazu etwa ermuntert? Und von wem, wer hätte ein Interesse daran?

Wir werden dazu ermuntert, doch unterschwellig. Die Medien berichten überwiegend negativ und auch Geld ist überwiegend negativ behaftet. Es wäre ja auf Dauer auch ziemlich langweilig, immer nur über erfolgreiche und spendierfreudige Menschen zu berichten, die es im Leben geschafft haben. Diese Leute müssen sich um Geld keine Sorgen mehr machen. Och wie ist das langweilig. Und hier schließ sich doch der Kreis zu Glaubenssatz: „Über Geld spricht man nicht“. Siehe hierzu den Blogbeitrag Über Geld spricht man nicht!

Denn auch hier würde es wieder zu Neidreaktionen führen bzw. die Menschen müssten hinterfragen, warum in alles in der Welt sie selbst es nicht schaffen, reich, erfolgreich und glücklich zu werden. Deshalb ist es doch viel beruhigender, einfach pauschal zu glauben, Geld stinkt. Damit will ich nichts zu tun haben.

Geld ist nötig

Und doch brauchen wir alle Geld, um zu überleben. Also ist es notwendig, Geld zu besitzen. Punkt. Wir müssen Geld verdienen, oder mit jemandem zusammen leben, der Geld besitzt. So einfach ist das und so neutral. Geld ist neutral und stinkt nicht. Wir bilden uns ein, dass Geld stinkt. In Wahrheit ist es völlig geruchlos und bald sowieso nur noch virtuell. Schöne neue Welt.

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